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About Oliver Corpus About Oliver Corpus
OLIVER CORPUS
Geb. am: 12. September 1970
Geburtsort: Merzig


Oliver Corpus wurde in Merzig (Saarland) am 12. September 1970 geboren. Schon im frühesten Kindesalter entwickelte Oliver großes Geschick für schnelles Radfahren. Leider förderte zu diesem Zeitpunkt noch niemand sein athletisches Potenzial. Seine sportlichen Aktivitäten konzentrierten sich zunächst auf das Fußballspielen.

Erst in seinem 12. Lebensjahr wurde das Rad ein fester Bestandteil seiner sportlichen Aktivitäten. Allerdings diente das Radfahren zunächst nur als Ergänzung zum Fußball und um in den großen Ferien mit Freunden „per Pedale“ quer durch Deutschland zu reisen.

1984 fand dann das Schlüssel-Event zum Auftakt seiner Radsportkarriere in seiner Heimatstadt Merzig statt: die saarländischen Meisterschaften im Bergzeitfahren, die er sich gemeinsam mit seinem Freund anschaute.

Durch die Veranstaltung inspiriert und hoch motiviert, trainierte er intensiv im darauffolgenden Jahr. 1985 ging Oliver dann zum ersten Mal an den Start eines Radrennens: das legendäre Ostermontagsrennen in Saarlouis-Steinrausch, dem Klassiker im saarländischen Rennkalender.
Der Einstieg ins Radrennen war für ihn sehr ernüchternd. Oliver wurde gnadenlos von seinen Kontrahenten abgehängt. Nicht sehr überraschend, wo doch zu seinen Mitstreitern Rennfahrer, die später Olympia-Sieger und/oder erfolgreiche Profifahrer wurden, zählten. So nahm damals u. a. der Weltmeister und Olympia-Sieger Andreas Walzer an Olivers ersten Rennen teil.

Nach der ersten Enttäuschung wurde Olivers sportlicher Ehrgeiz weiter geweckt. Mit Beharrlichkeit intensivierte Oliver sein Training und nahm an weiteren Rennen teil. Mit jeder Teilnahme perfektionierte er seine Fähigkeiten und seinen Stil im schnellen Radfahren. Seine Motivation war, irgendwann einmal als Sieger aus einem Radrennen hervorzugehen.

Bis Oliver sich im Feld halten konnte, wurde es Sommer. Im luxemburgischen Mondercange fuhr er zum ersten Mal zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel. Ab diesem Zeitpunkt etablierte er sich mit hoher Selbstdisziplin weiter in der Rennszene und noch im Herbst’85 konnte er seinen ersten Sieg feiern.

Im darauffolgenden Winter beeinflusste die Hartnäckigkeit seines Trainers Günter Boos den weiteren sportlichen Werdegang. Günter ermutigte Oliver, sich als Querfeldeinfahrer zu behaupten. Kurzum wurden griffigere Reifen auf Ollivers Straßenrad montiert und los ging es. Mit der Teilnahme war er der Faszination des Crosssports erlegen und beschloss, in dieser Disziplin zu bleiben.

Die Abwechselung im Training und das erforderliche Geschick, verbunden mit schnellem Radfahren, über Stock und Stein, Wiesen und Waldböden fesselte Oliver. Der zweite Platz bei den saarländischen Crossmeisterschaften war der Auftakt zur Teilnahme an weiteren Radcross-Rennen in Luxemburg. Oliver begann die ersten Platzierungen in den Top Ten von über 500 zu belegen. Seinen Erfolg schrieb er in den nächsten 23 Jahren fort. „Olli“ wurde zu einer festen Größe in der Crossszene. Die Straßenrennen waren fortan nur noch Nebensache und „Mittel zum Zweck“, um sich weiter in der Szene zu profilieren und weitere erste Platzierungen zu erhalten.

1989 folgte der Übertritt zu von den Junioren zu den Amateuren, die heutige Elite-Klasse. Damit verbunden waren erneute Rückschläge. Olli musste sich nun gegen erwachsene Männer, die routiniert und mit allen Wassern gewaschen waren, behaupten. Aber auch in dieser Liga stellten sich schnell Erfolge ein.

1994 fuhr Olli sein erstes Weltcup-Rennen im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Ein bewegendes Ereignis für ihn. Olli ging nun mit der Weltelite und den Rennfahrern, deren Poster er als Teenie an die Wand seines Zimmers nagelte, an den Start. Er setzte sein ganzes Können ein und kam in einer Runde mit dem damaligen Sieger, Dominique Arnould im Sprint vor Adrie van der Poel, zusammen mit dem späteren deutschen Meister Malte Urban, ins Ziel. Ein weiterer Meilenstein in seiner Radsportkarriere war geschafft. Fortan zählten die „richtig Großen“ des Crosssports zu seinen Kontrahenten.

In den Rennen fuhren die Radsportler auf instabilen ALAN Aluminiumrahmen, die in Muffen geklebt waren. Die Strapazierfähigkeit und Leistungsfähigkeit war nicht befriedigend. So entstand in seinen Wettkämpfen die Vision, in Zukunft seine eigenen Vorstellungen von einem professionellen Crossrennrahmen, verwirklichen zu können. Im Jahr 2004 lernte Olli den tschechischen Rahmenbauer Pavel Zalesky und seinen Sohn Lucas kennen. Die eigenen Ideen und Vorstellungen wurden in Form eines Prototyps verwirklicht. Der Stein kam ins Rollen und Olli fasste Fuß in diesem Business.

Das Fachmagazin TOUR führte im Anschluss (Herbst 2004) einen unabhängigen Test über Materialien im Crosssektor durch. Ollis Prototyp ging mit an den Start und damit in die Wertung ein. Das Ergebnis war exzellent, so dass die Rahmen von Oliver Corpus als DER Geheimtipp in der Crossszene galten und auch heute noch gelten.

Basierend auf der eigenen Fahrpraxis und der sozialen Kontakte zu anderen Radsportlern wurden das Design, die Funktionen, die Flexibilität und die Belastbarkeit der Rahmen weiterentwickelt. Die Erkenntnisse spiegeln sich heute im Produkt Team Issue Modell wieder. Gleichfalls wurde die Weiterentwicklung und der Erfolg der Rahmen über die Freundschaft zu dem mehrfach deutschen Meister Thorsten Struch aus Stuttgart, der mit einem CORPUS-Rahmen 2006 in Hamburg „Deutscher Meister“ wurde, perfektioniert.

Bis heute konnte Olli Rad und Helm nicht an die Seite stellen und seine sportliche Karriere beenden. Getreu dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ wird ihn die Leidenschaft zum Cross bzw. Radrennen noch weiterhin begleiten und damit seinen unternehmerischen Erfolg ausbauen.

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